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High Lights

Visitation der Kirchengemeinde im August 2018 siehe

Andacht

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Andacht vom 15.01.2022 von
Pfarrer Dejan Vilov
(zum Anhören auf den Lautsprecher klicken)

Billigheim-Ingenheim 2.März 2014

Schon zum dritten Mal fand am Faschingssonntag im LSH (Lotte-Sticher-Haus) in Ingenheim wieder ein weiterer, etwas anderer Gottesdienst statt. Die Gottesdienstbesucher waren aufgefordert worden „närrisch“ zu erscheinen, was von vielen auch befolgt wurde.

Ist es angebracht einen Fasenachts-Gottesdienst zu feiern und das noch am helllichten Tag und Helau zu rufen während des Gottesdienstes? Das ist jedoch nichts ehrenrühriges , Helau ist eventuell die närrische Abkürzung von Halleluja. Außerdem brauchen auch Christen eine Zeit in der sie feiern und fröhlich sein können, schließlich verkündet der Pfarrer ja auch die frohe Botschaft.

Beim Betreten des Lotte-Sticher-Hauses fiel schon Eigenartiges auf. Eine Kaffeetafel mit Faschingsdecor, ein Gitarrenspieler und eine Frau mit der Quetschkommode. An einer Leine hingen vier Hühner (Bilder), auf einem Tisch stand eine etwas antiquierte Waage. Was wird da wohl auf uns zukommen fragten sich sicher manche der Godi-Besucher. Einige der Gäste waren in feinem Zwirn mit Fliege und  Melone bekleidet, andere mit einer grünen Perücke, Cowboys, Paschas und andere Orientalen waren da. Mit Getöse und lautem Helau marschierte dann auch noch eine Abordnung des KVI (Karneval Verein Ingenheim) in bunten Fantasiekostümen ein und schon waren alle bereitgestellten Stühle besetzt. Pfarrer Heinlein im orientalischen Gewand begrüßte die närrische Gemeinde auf pfälzisch. Der gesamte Gottesdienst wurde in pfälzischer Sprache gehalten, wobei der Slang von “hinnedraus“ noch ab und zu deutlich wurde. Ein gut gekleideter Herr hat dann die Geschichte der Hochzeit von Kana vorgetragen, die besonders wegen der Wandlung von Wasser in Wein in unser Weinbaugebiet passt. Zur Erheiterung haben die etwas aus dem Sprachgebrauch verschwundenen Bezeichnungen Lotzern und Raddegaggel beigetragen. In einem Dialog zwischen einem Geflügelhändler und einem Kunden wurden unterschiedliche Preisvorstellungen deutlich. Es wurde gefeilscht, gehandelt wie auf einem Basar und gleichzeitig ein Bogen zum Propheten  Jesaja im alten Testament geschlagen. Dort steht geschrieben, seid demütig, bescheiden und gütig, denkt an eure Mitmenschen und achtet nicht nur darauf, dass ihr einen möglichst großen Gewinn macht. Auch das Fasten alleine reicht nicht, es ist mehr als ein Verzicht erforderlich, Umkehr und Umdenken wird gefordert. So schenkt der Händler sein Lieblingshuhn in einem Akt der Nächstenliebe dem Kunden, weil er ja für heute schon genügend verdient hat. Beim Schlusslied nach dem Segen schunkelte die Gemeinde ganz in Faschingsmanier.

Die Kollekte geht zu de Schwowe, denn die richten den nächsten Kirchentag in Stuttgart aus.

Anschließend blieben viele der Besucher noch bei Kaffee und Fasenachtskiechle im LSH.

Helau Hari

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