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Visitation der Kirchengemeinde im August 2018 siehe

Andacht

RPR1. "Angedacht": Ganz bei Trost... Wie geht Trösten?

Andacht vom 05.12.2019 von
Alida Euler
(zum Anhören auf den Lautsprecher klicken)

Chorfreizeit 2012 im Herz-Jesu-Kloster

Vom 20. bis zum 22. 1. 2012 trafen sich die Sänger und Sängerinnen des Kirchenchores  im Herz-Jesu-Kloster in Neustadt zur Chorfreizeit. Das hat bei uns schon Tradition: Am Beginn eines neuen Jahres ein neues Programm erarbeiten, vertiefen, Geselligkeit erleben, frei vom Alltag nur allein die Musik sprechen lassen.

„Freizeit“: das ist freie Zeit für das Singen! Hoch über den Dächern von Neustadt schön am Berg gelegen verbringen wir drei ausgefüllte und erfüllte Tage im Kloster. Wir, das sind 5 Soprane, 7 Alte, 2 Tenöre und 4 Bässe, außerdem natürlich die Chorleiterin Birgit Kern und 2 mitreisende Ehemänner. „Psalmvertonungen  aus alter und neuer Zeit“ stehen auf dem Programm, wir proben für ein Konzert am 6. Mai. Deutsche, englische und lateinische Texte gilt es zu bewältigen, das fällt mehr oder weniger schwer! Wir sind mit Feuereifer bei der Sache, einige Frauen üben sogar in der Pause unermüdlich die englische Aussprache. Auch das Latein ist uns nicht so geläufig: „...des is es selbe, wie wenn en Ostfriese Pälzisch singe misst...!“ Doch allmählich setzen sich die richtigen Töne durch und es klingt schon wie richtige Musik, die Chorleiterin spart jedenfalls nicht mit Lob.

Am Samstag Nachmittag müssen auch die Glieder bewegt werden, wir machen eine kleine Wanderung durch den Wald, der direkt oberhalb des Klosters beginnt. Verschlossene Tore schrecken uns nicht: unser Zimmerschlüssel passt auch hier. Dank Nieselregen und Matschwege ist im Anschluss die Schuhputzmaschine gut beschäftigt.

Am Abend genießen wir wirklich „freie Zeit“, die haben wir uns nun auch verdient! Im „Pfalzkeller“  fließen Wein, Sekt, Bier, Likör und Ouzo in Strömen. Und da das Abendessen ja auch schon zwei Stunden her ist, schmecken die mitgebrachten Käsestangen, Guglhupfe, Chips, Kekse, Kuchen, Salamischeiben, Nüsse etc. auch schon wieder.

An unserem ersten Abend sind außer uns auch noch zwei andere Gruppen da, der Lärmpegel ist entsprechend hoch und wir verstehen manchmal unser eigenes Wort nicht. Am zweiten Abend aber haben wir den Pfalzkeller für uns alleine und können uns in Ruhe eine Aufnahme der Psalmen von Lewandowski anhören. „So soll das mal klingen? Kriegen wir das auch so schön hin?“.

Sonntag Morgen feiern wir einen Gottesdienst ganz für uns allein in der Krypta des Klosters. Statt Orgel spielt das Akkordeon, wir sinnen mit Gedanken und Gesang über den „Stern von Bethlehem“ nach.

Mit einem sonntäglichen Mittagessen klingt unsere Freizeit aus, nachdem wir in einer allerletzten Chorprobe unser gesamtes Programm noch einmal durchgesungen haben. 

Christa Hirsch-Piepenbrink