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Visitation der Kirchengemeinde im August 2018 siehe

Andacht

RPR1. "Angedacht": Slavik, 58, Armenien: Wie sein Name zu mir kam.

Andacht vom 07.12.2019 von
Alida Euler
(zum Anhören auf den Lautsprecher klicken)

Chorfreizeit 2009 in Schlüchtern

Die diesjährige Chorfreizeit sollte im hessischen Schlüchtern stattfinden, und es hatten sich viele Chormitglieder angemeldet. Der Ausdruck „Chorfreizeit“ klingt positiv und lenkt die Gedanken auf „freie Zeit“, Spaß, Freude, Urlaub oder gar Wellness. Wer das geglaubt hat, hat unsere Chorleiterin falsch eingeschätzt.
Nach einer angenehmen Busfahrt standen wir am Freitag kurz vor 18 Uhr vor den massiven Mauern eines ehemaligen Benediktinerklosters, in dem heute die kirchenmusikalische Fortbildungsstätte von Kurhessen-Waldeck untergebracht ist. Für die Musik war bestens vorgesorgt, ein schöner Übungsraum mit Flügel und bequemen Sitzgelegenheiten. Unsere Zimmer waren klösterlich karg eingerichtet, aber wer bleibt auf einer „Freizeit“ schon im Zimmer.
Nach der Zimmerbelegung gab es Abendessen und anschließend die erste Chorprobe. Es gelang der Chorleiterin selbst die gesundheitlich angeschlagenen Sänger und Sängerinnen zu motivieren und ihr Bestes zu geben. Nach der ersten Chorprobe wurde das im geselligen Beisammensein gewürdigt. Sekt und Secco von der Südlichen Weinstraße floss reichlich, denn es mussten Geburtstage nachgeholt werden. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Das klang nun schon eher nach “Freizeit“.
Der Samstag sollte intensiv der Chormusik gewidmet werden. Stücke aus Herzogenbergs „Geburt Christi“ und anderes Liedgut aus unseren Chorheften wurde geprobt, wobei uns Steuerwalds achtstimmiger Chorsatz „Wunderbarer König“ besonders herausforderte. Siebeneinhalb Stunden musste unsere Chorleiterin an diesem Tag dirigieren, bis sie sich der müden Sänger und Sängerinnen erbarmte.
Auch an diesem Abend löste das gemütliche Beisammensein alle Anspannungen. Leider fiel der vorgesehene Rundgang mit dem Nachtwächter durch Schlüchtern dem Regen zum Opfer.

Am Sonntag war das Wetter wieder gut und wir besuchten einen Taufgottesdienst, in dem Gunter Martin Göttsche virtuos die Orgel spielte. Nach dem Gottesdienst hatten wir unsere letzte Chorprobe. Anschließend war alles Routine: Packen – Mittagessen – Zimmer räumen – verschollenen Bus suchen – Heimfahrt. Um 16 Uhr waren wir wieder daheim. Wer bei diesem, nennen wir es „Trainingslager“, nicht dabei war, hat etwas verpasst